Der Golfsport erklärt

Der Golfsport

Das Golfspiel kurz erklärt

Beim Golf geht es darum, den Golfball mit möglichst wenig Schlägen von einem festgelegten Abschlagort in das vorgegebene Loch zu bringen. Der Golfspieler muss sich dabei an die festgelegten Regeln des Golf halten und darf nur die erlaubte Ausrüstung verwenden. Golfball und Schläger sind dabei standardisiert. Eine Runde beim Golf besteht aus entweder 9 oder 18 Golfbahnen, die gespielt werden. Das Spiel wird heute überall auf der Welt von Profis und Amateuren gespielt und vom schweizerischen Lausanne aus durch die International Golf Federation (IGF) als Dachverband betreut. Amateurspieler und Fans dieser Sportart schauen regelmäßig auf die großen Golfturniere, bei denen die Profis ihr Können zeigen. Auch bei den Olympischen Spielen hat der Golfsport eine lange Tradition, wurde dort jedoch erst nach einer 112 jährigen Unterbrechung wieder eingeführt.

Geschichte des Golfsports

Die Entstehung des Golfsports ist nicht eindeutig belegt und daher gibt es dazu nur Theorien. Wahrscheinlich ist, dass Golf in Schottland im 10. oder 11. Jahrhundert entstanden ist. Es kommen aber auch andere Länder Europas in Frage, wobei Spiele mit Schlägern und Bällen auch schon bei den alten Ägyptern und zur Römerzeit gespielt wurden. 1457 ist das Jahr, aus dem die ersten schriftlichen Aufzeichnungen zum Thema Golf erhalten sind. Das Parlament Schottlands verbot darin das Golfspiel, mit dem Ziel, die Bevölkerung dazu zu bringen, das Bogenschießen und andere Kriegstechniken zu üben. Erst im 17. bis 19. Jahrhundert trat der Golfsport seinen Siegeszug rund um den Globus an. Bei den Olympischen Sommerspielen der Jahre 1900 und 1904 war Golf Olympische Disziplin. Der Deutsche Golf Verband als Dachverband der Spieler in Deutschland begann seine Arbeit im Jahr 1907. Der US Astronaut Alan Shepard schlug im Jahr 1971 sogar 2 Golfschläge auf dem Mond. Seit 2016 ist Golf wieder als Olympische Disziplin bei den Sommerspielen vertreten.

Schwierige Regelfindung beim Golf

Neben dem Golfspiel selbst war und ist die Diskussion über die Regeln dieses Sports eine häufige Beschäftigung der Spieler und der Funktionäre. Dadurch dass das Spiel draußen, auf Golfplätzen mit unterschiedlichen landschaftlichen Gegebenheiten und früher auch sehr unterschiedlicher Qualität der Golfplätze gespielt wird, gab es immer wieder Bedarf, zahlreiche Sonderfälle zu regeln. Auch die weltweite Verbreitung des Sports machte es schwierig sich auf einheitliche Regeln zu einigen, da sich die Regeln in einigen Staaten unterschiedlich entwickelt hatten. Handicap, Spielformen und Zählweisen mussten dabei ebenso weltweit auf den gleichen Stand gebracht werden. Den nationalen Verbänden und dem internationalen Dachverband kamen und kommen bis heute beim Golf also besondere Aufgaben zu. Auch einen gemeinsamen Standard für die beim Golf so wichtigen Ausrüstungsgegenstände, ihre Beschaffenheit und ihre Materialien zu finden und diesen für alle Golfspieler weltweit festzuschreiben war nicht einfach. Daneben hat sich der Golf im Profibereich in den letzten 20 Jahren zu einem großen Geschäft entwickelt, was neue Herausforderungen an das Reglement dieses Sports stellt und die Verbände vor neue Herausforderungen stellt.