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Mannschaftswettbewerbe beim Golf

Der Ryder Cup

Neben den vier Majors ist der Ryder Cup eines der bekanntesten Golf-Turniere der Welt. Alle 2 Jahre treten hier die jeweils besten 12 Profi-Golfer der USA und Europas aufeinander. Der Wettbewerb hat sich seit seiner Entstehung im Jahre 1927 stetig weiterentwickelt. Anfangs war es nur ein Wettbewerb zwischen Golfern aus den USA und dem Vereinigten Königreich, später nahmen auch Golfer aus Irland teil, und seit 1979 Golfer aus ganz Europa. Es ist ein reiner Prestige-Wettbewerb, bei dem keine Preisgelder oder Siegprämien gezahlt werden und geht auf den britischen Golfsponsor Samuel Ryder zurück. Er wird abwechselnd in Europa und den Vereinigten Staaten ausgetragen und ist inzwischen der wichtigste Teamwettbewerb im Golf. Weitere Besonderheiten sind hier, dass im so genannten Lochspiel-Modus gegeneinander angetreten wird. Das bedeutet, das dieses Turnier Mann gegen Mann gespielt wird. Außerdem stellt hier jede Mannschaft einen Kapitän. Er steht der Mannschaft vor, bestimmt teilweise die Mitglieder seines Teams und ist für die Aufstellung und Taktik während des Turniers verantwortlich. Es kann sich dabei entweder um einen aktiv spielenden oder einen Kapitän handeln, der nicht selbst im Turnier spielt.

Der Presidents Cup

Beim Presidents Cup, der alle 2 Jahre ausgetragen wird, stehen sich jeweils 12 Golfspieler aus den USA und 12 Golfspieler aus dem Rest der Welt, außer Europa gegenüber. Der Presidents Cup ist also das Gegenstück des Ryder Cup für nichteuropäische Golfspieler. Daher findet er auch in den Jahren statt, wenn der Ryder Cup nicht stattfindet. Benannt wurde der Presidents Cup zu Ehren des früheren US-Präsidenten Gerald Ford, der 1994 die Schirmherrschaft übernommen hatte. Die ersten beiden dieser Wettbewerbe wurden 1994 und 1996 in den USA ausgespielt, seitdem wechselt der Veranstaltungsort weltweit. Das Turnier selbst lehnt sich sehr an den Ryder Cup an, hat jedoch auch ihre Besonderheiten.

Seve Trophy und Royal Trophy

Weitere wichtige Mannschaftswettbewerbe im Golf waren Turniere um die Seve Trophy und die Royal Trophy. Bei der Seve Trophy standen sich die besten Spieler aus dem Vereinigten Königreich und Irland den besten Spielern aus Kontinentaleuropa gegenüber. Die Seve Trophy wurde von 2000 bis 2013 insgesamt 8 mal ausgetragen. Die Idee dafür ging von Golfprofi Severiano Ballesteros aus, der Wettbewerb, der erstmals im Jahr 2000 stattfand war aber nicht prestigeträchtig genug um die besten Golfer anzulocken und musste daher Preisgelder und Siegprämien auszahlen. Bei der Royal Trophy handelt es sich um ein Golfturnier nach dem Vorbild des Ryders Cups, bei dem sich die besten Golfspieler Europas und Asiens gegenüberstanden. Der Pokal wurde von König Bhumibol Adulyadej von Thailand gestiftet und das Turnier zwischen 2006 und 2013 insgesamt 7 mal ausgetragen.